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Regulierung von lokalen Energiemärkten auf Basis der Blockchain (In Zusammenarbeit mit PwC)

Regulierung von lokalen Energiemärkten auf Basis der Blockchain (In Zusammenarbeit mit PwC)
Typ:Masterarbeit
Datum:vergeben
Betreuer:

Bent Richter

Lokale Energiemärkte bieten ein großes Potenzial für die Energiewirtschaft. Zum einen stärken diese Märkte die aktive Integration von Konsumenten, sowie Prosumenten (Haushalte mit kleinen Erzeugungsanlagen) in den Strommarkt. Zum anderen erlauben lokale Energiemärkte den Handel von lokalem Strom in Nachbarschaften und Gemeinden. Dadurch wird die Unabhängigkeit von große Lieferanten und langfristige Lieferverträge gestärkt, sowie Investitionen für die lokale Erzeugung gefördert.

 

Die fehlende Etablierung von lokalen Energiemärkten in den Verteilnetzen hatte vor allem technologische Gründe, da Lastmessungen und Verarbeitungen von großen Mengen an Energiedaten in Echtzeit lange technisch nicht umsetzbar waren. Die voranschreitende Digitalisierung verändert jedoch aus technologischer Sicht diese Gegebenheiten. Mit dem beginnenden Einbau von intelligenten Stromzählern (Smart Meter) und Ausbau der IT-Infrastruktur, sowie den großen Fortschritten im Bereich des Cloud-Computing und der Kommunikation zwischen Endgeräten (Internet of Things), entwickeln sich die Verteilnetze zu sogenannten „Smart Grids“.  Zusätzlich birgt die Blockchaintechnologie großes Potenzial für die Energiewirtschaft. Als grundlegende IT-Infrastruktur spielt diese bei Umsetzung von lokalen Energiemärkten eine wichtige Rolle. Einige ihrer besonderen Eigenschaften (z. B. Disintermediation oder Unveränderbarkeit der gespeicherten Daten) schaffen hierfür ideale technologische Vorrausetzungen.

 

Jedoch ist der Energiesektor ein stark regulierter Wirtschaftsbereich, indem sich die Einführung von innovativen Neuerungen schwierig gestaltet, da meist eine Vielzahl von Verordnungen überprüft werden muss. Zum einen können existierende Regelungen eine Einführung verhindern, zum anderen führen auch fehlende Bestimmungen zu Rechtsunsicherheit und verhindern so eine Einführung. Auch in Deutschland müssen im Kontext von lokalen Energiemärkten mehrere Gesetze beachtet und auf ihre Relevanz sowie Aussagekraft geprüft werden.

 

Ziel der Arbeit

 

Ziel der Arbeit ist der Entwurf eines regulatorischen Zielbildes für lokale Energiemärkte auf Basis der Blockchaintechnologie. Zu diesem Zweck sollen die Vorteile und Nachteile von lokalen Energiemärkten aus Sicht von betriebs- und volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten erarbeitet werden. Auf Basis dieser soll ein Referenzmarkt erstellt werden, um anhand dessen die relevanten Gesetze sowie regulatorischen Lücken zu identifizieren. Anhand dieser soll ein regulatorisches Zielbild formuliert werden.

 

Information:

Das Thema wird in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in Düsseldorf bearbeitet. Innerhalb des oben beschriebenen Themengebietes sollen zwei Schwerpunkte bearbeitet werden. Aus diesem Grund werden im Rahmen dieser Ausschreibung zwei Bewerber angenommen und betreut. Ein Schwerpunkt wird sich auf die betriebs- und volkswirtschaftliche Bewertung von zentralen und dezentralen Energiemärkten konzentrieren. Ein anderer auf die Analyse der aktuellen Energieregulierung und Entwicklung eines regulatorischen Zielbildes. Darüber hinaus erhält ein Bewerber die Möglichkeit seine Arbeit neben einer Werkstudententätigkeit bei PwC vor Ort in Düsseldorf zu erstellen.

 

Formale Anforderungen

Die Arbeit kann auf Deutsch oder Englisch verfasst werden. Interesse an regulatorischen sowie wettbewerbspolitischen Fragestellungen wird vorausgesetzt. Sie sollten zusätzlich im Master einen Schwerpunkt im Bereich der Energiewirtschaft belegt haben. Kenntnisse aus der aktuellen deutschen Regulierung sind wünschenswert, werden aber nicht zwangsläufig vorausgesetzt. Für eine Bewerbung senden Sie uns bitte Ihren Lebenslauf, aktuellen Notenspiegel, Bachelorzeugnis sowie ein kurzes Motivationsschreiben zu (Max 1. Seite). Bewerbung bitte an bent.richter@kit.edu